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Christstollen

08.11.2012 10:14

Jetzt wieder erhältlich...


Christstollen und Dresdner Stollen - das bekannteste Vorweihnachtsgebäck der Welt

Beim Christstollen handelt es sich um ein weltweit bekanntes und beliebtes süßes Weihnachtsbrot, also im Prinzip um eine Mehlspeise, die aufgrund der Form und des Aussehens an ein in weiße Laken gehülltes Christkind erinnern soll.
Das Christbrot aus dem frühen Mittelalter, der Vorläufer des heutigen Stollens, bestand damals nur aus Wasser, Rüböl und Hafer und wurde in der Vorweihnachtszeit als Fastenspeise in den Klöstern verzehrt. Heute sind die Stollen wesentlich reichhaltiger und fetter, sie beinhalten mindestens 400 Gramm Margarine oder Butter auf ein Kilo Mehl und werden mit 600 Gramm Trockenfrüchtegemisch, bestehend aus Rosinen, Korinthen und Sultaninen, sowie Orangeat und Zitronat verfeinert. Hinzu kommen 300 Milliliter lauwarme Milch und drei Würfel frische Hefe. Eine der beliebtesten Varianten des Christstollens ist der Dresdner Stollen. Der Dresdner Stollen und andere Varianten Stollen ist nicht gleich Stollen, es gibt mehrere verschiedene Varianten des beliebten Hefeteiggebäcks.


Der beliebteste Stollen nach den Abwandlungen der Mehlspeise mit beispielsweise Mohn, Nüssen, Mandeln, Quark oder Marzipan, ist der Dresdner Stollen. Bei der Bezeichnung dieser Variante des Christstollens handelt es sich aufgrund der spezifischen geografischen Herkunftsangabe um eine geschützte Form des süßen Brotes. Seit dem Jahr 1997 dürfen ausschließlich Backwarenhersteller in Dresden und Umgebung ihre Produkte Dresdner Stollen nennen. Erkannt werden die Dresdner Stollen am sogenannten "Stollensiegel", das ein Qualitätsmerkmal darstellt. Dieses Siegel gilt als Garantie, dass das Gepäck in Handarbeit im Großraum Dresden produziert wurde und den Bestimmungen des Stollenschutzverbandes, der in einer öffentlichen Prüfung alle hergestellten Stollen kontrolliert, entspricht. Der Dresdner Stollen enthält, bezogen auf den Mehlanteil, mindestens 50 Prozent Butter und 65 Prozent Sultaninen. Die Zugabe von Margarine ist nicht erlaubt, wie es in der Satzung des Stollenschutzverbandes heißt. Nach der Herstellung muss der Dresdner Stollen etwa drei Wochen kühl gelagert werden, damit er seinen bekannten festen und feuchten Zustand erhält.


Die Geschichte des Christstollens


Die erste urkundliche Erwähnung des Christstollens, bei dem es sich um das Weihnachtsgebäck mit der längsten Tradition in Deutschland handelt, erfolgte anno 1329 in Naumburg - der Stollen, der zu dieser Zeit noch aus Wasser, Rüböl, und Hafer bestand, wurde damals Bischof Heinrich als Geschenk überreicht.
Ab dem Jahr 1491 war die Zugabe von Butter erlaubt, Papst Innozenz VIII hatte diese Rezeptänderung genehmigt. Im sogenannten "Butterbrief" ist allerdings auch verfügt worden, dass all jene Christstollenhersteller, die das Herrscherhaus belieferten, eine Art Buße für die Verwendung des edlen Fettes zu bezahlen hatten - das Geld wurde dann unter anderem in den Bau des Freiberger Doms investiert.
Einer der Hofbäcker hatte dann im 16. Jahrhundert die Idee, das Adventgebäck zu Weihnachten mit Früchten zu ergänzen, und daraus entstand der Stollen, wie man ihn heute kennt. In Dresden tauchte der Christstollen unter dem Namen "Christbrod" erst anno 1474 auf, und zwar auf einer Rechnung, die dem Dresdner Hof zugestellt wurde.
Der anders zubereitete Dresdner Stollen hieß im 14. Jahrhundert "Striezel" und war bereits damals in ganz Sachsen und über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Dieser Bezeichnung verdankt der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands, der Dresdner Striezelmarkt, auf dem die Stollen ab 1500 verkauft wurden, seinen Namen.
Dresdner Stollen wurde das Adventgebäck erst ab dem 17. Jahrhundert genannt.

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