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Der Spreewald ist immer eine Reise wert - auch im Winter!

13.02.2012 14:06 von Gregor Ambros 01

Auf den Spreewälder Fließen laufen

Auch der Winter hat im Spreewald seinen Reiz!

Wenn man an den Spreewald denkt, dann kommen einem sofort die leckeren Spreewaldgurken und das gesunde Leinöl in den Sinn. Dann erinnert man sich sicher an die letzte Kahnfahrt oder eine Paddeltour auf den Fließen der Spree. Und dann an die Mücken. Ja, die gibt es auch im Spreewald, leider. Es ist halt nicht alles Gold was glänzt.

Kaum einem wird beim Thema "Spreewald" aber der Winter einfallen, oder?

Spreewaldhaus

Spazieren gehen auf den Spreewälder Fließen

Da geht´s zum Glühwein!

Unter der Brücke durch!

Dabei kann ein sonniger Wintertag im Spreewald etwas ganz Besonderes sein. Wenn es draußen knackig kalt ist, ist es für die Spreewälder am schönsten. Dann werden die Fließe nicht, wie sonst, mit dem Kahn oder dem Paddelboot erobert - jetzt kommen die Schlittschuhe raus und dann geht es auf die "Piste" um so manche Runde zu drehen. Man kann aber auch einen Spaziergang machen und die Fließe im wahrsten Sinne des Wortes begehen.

Das ist aber längst nicht selbstverständlich! Nicht in jedem Jahr ist der Frost so kräftig, dass die Spreewälder Fließe einfrieren und man darauf herumtollen kann. Deshalb wird dieses Ereignis auch gebührend begangen und so mancher Spreehafen mutiert zum Festplatz mit Glühweinständen, Bratwurst, Musik und allem drum und dran.

Wer es lieber etwas ruhiger mag, so wie wir, kann aber auch die einzigartige Winterlandschaft des Spreewalds genießen. Dazu braucht man sich, wie hier in Burg - Kauper, nur etwas abseits der Menschenmenge zu bewegen und muss dennoch nicht auf seinen Glühwein oder eine deftige Spreewaldgurke verzichten. Hier und da stellen die Anrainer der Kanäle einen kleinen Tisch auf den Bootssteg und darauf einen dampfenden Topf mit heißem Glühwein. Lecker! Den hat es auch bitter nötig, denn die Kälte beißt und zwackt sich irgendwann auch durch die dickste Jacke und da kommt das Angebot gerade Recht. Oftmals kann man sich auch noch eine Bratwurst oder Lausitzer Plinse mit Apfelmus schmecken lassen. Mmmmh!

Weiter geht es auf dem Fließ und wenn man Glück hat kann man ein paar Rehe beobachten. Gelegentlich kommt eine kleine Bücke unter der man durch muss. Dort, wo man selbst im Spreewaldkahn schon den Kopf einziehen muss, ist es stehenden Fußes natürlich ungleich schwerer. Da zeigt sich, wer gelenkig ist oder im "Limbo" schon immer gut war. Ab und zu kommt ein "ACHTUNG!" von hinten angeschmettert und im nächsten Augenblick ein Schlittschuhläufer mit rasantem Tempo an einem vorbei geeilt. Statt Joggen eben. Man muss die Gelegenheit schließlich nutzen, denn wie lange die Fließe noch so frostig sind weiß nur der Wetterbericht und manchmal nicht einmal der.

Der Tag neigt sich dem Ende entgegen und die Abendröte sieht im gebrochenen Licht der Bäume einfach herrlich aus. Zeit umzukehren. Den Abend beschließen wir im Ristorante "Il Fienile". Ein nettes kleines Restaurant mit einem echten Italiener drin. Der Service ist klasse und wer es gern etwas schärfer mag sollte unbedingt die gleichnamige Pizza probieren. Sehr lecker!