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Die Sagenwelt des Spreewalds

18.08.2014 11:08

 

Mythen und Sagen waren in den vergangenen Jahrhunderten fest im Leben der Einwohner des Spreewalds verankert. Heute jedoch sind viele Sagengestalten längst vergessen. Oder wissen Sie noch, wer den Nachtjäger fürchten muss und wann Sie sich vor dem Irrlicht Blud besser in Acht nehmen sollten? Wir nehmen Sie mit auf eine kleine Sagenreise mitten durch den Spreewald.
 

 

Das Irrlicht Blud und wie man es bestechen kann

 
Immer wenn bei Nacht zahlreiche kleine Lichter im Spreewald auftauchten, waren die Bauern und Städter davon überzeugt, dass Irrlichter durch die Wälder streiften. Wer es jedoch gut mit den kleinen Lichtwesen meinte, der musste sie der Sage nach nicht fürchten. Versprach man dem Irrlicht Blud eine Quarkstulle, so wies es einem den Weg nach Hause. Deshalb haben Quarkstullen, die aus frischem Quark und Brot aus Mehl und Leinöl zubereitet wurden, eine lange Tradition im Spreewald. Wird dem Irrlicht Blud jedoch eine Quarkstulle versprochen und anschließend nicht gegeben, so musste man sich vor der Rache fürchten.
 
 
 
 
Wassermann bringt Fischern Glück

 
Der Wassermann ist ebenfalls eine Gestalt aus den alten Mythen und Sagen des Spreewalds. Er galt als Glücksbringer für die Fischer der Region, denn war er gut gestimmt, so spülte er die Netze der ärmsten Fischer mit frischem Fisch voll und sie brachten einen großen Fang nach Hause. Schon damals galt in der Region Heringssalat als eine Köstlichkeit, die nur dann zubereitet wurde, wenn der Fang üppig ausfiel. Heute wird Heringssalat nach Hausfrauenart zum Beispiel vom Hersteller Golßener angeboten.
 
 
 
 
 
 
Glücklicher Überlebender: der Wendenkönig
 
Kriegerische Auseinandersetzungen endeten in früheren Jahrhunderten häufig mit dem Tod eines Herrschers und so kam es auch im Spreewald. Glaubt man den Mythen, so hat jedoch ein Fürst als Einziger ein schlimmes Blutbad überlebt. Unter dem Namen Wendenkönig ist er in die Sagenwelt des Spreewalds eingegangen. Die Schätze des Wendenkönigs werden noch heute aus dem fruchtbaren Land gewonnen und reichen von den leckeren Krügermanns Original Spreewälder Pfeffergurken bis hin zu den köstlichen Marmeladen von Rosenrot & Feengrün
 
 
Heimliche Hilfe in der Backstube durch die Lutki

 
Ganz klein und zumeist ungesehen sind die in den Mythen des Spreewalds immer wieder auftauchenden Lutki. Diese kleinen Leute leben unter der Erde und statteten den Menschen von Zeit zu Zeit einen heimlichen Besuch ab, um sich Haushaltsgeräte auszuleihen. Zum Dank ließen sie stets ein frisches Brot oder einen köstlichen Kuchen zurück. Heute müssen die Bäckermeister im Spreewald bei der Herstellung von Brot und anderen Backwaren ohne die Lutki auskommen. Dem Geschmack der frischen Backwaren tut das jedoch keinen Abbruch.